Sommersalon

Ein Sommersalon - in diesem Fall die stark reduzierte Studiobühne - ist der Ort, an dem sich in 3 verschiedenen Epochen 3 unterschiedliche Gesangsquartette immer wieder treffen. Es geht um Liebe, Eifersucht, Vergebung, Unterdrückung von Gefühlen und Abschied sowie Wiedersehen.
Da die Möglichkeiten des Studios im Platz begrenzt sind und auch die im Stück aufgeführten Tänzer zur Überbrückung von Umzügen nicht dabei waren, reduzierte ich die Bühne auf das Nötigste und stellte die Epochen (Beginn 19 Jhd., 40er Jahre, modern) über die Kleidung dar. Der Witz an der Sache war, dass alle Umzüge auf offener Bühne stattfanden. Vollständig präparierte Kombinationen aus Hemd, Krawatte und Sakko, sowie Kleid, Schärpe und Perlenketten wurden hierbei von vorne über die Arme angezogen und mittels Klettverschluss am Rücken gegenseitig von den Schauspielern wieder geschlossen. Dies geschah ganz offen während des Spiels und war geschickt in das Stück eingebunden.

Pressestimmen

"...Sogar aus den vielen Kostümwechsel bei einem Dutzend Zeitsprüngen zwischen den Szenen sind Inzenierungshighlights geworden. Ausstatterin Charlotte Labenz hat Kostüme mit allen Accessoires wie Perlenketten, Einstecktuch, Bluse mit Lederjacke entworfen, die durch einen - beim ersten mal witzig ryhthmisch aufgerissenen - Klettverschluss im Rücken schnell und auch manchmal mithilfe der Bühnenpartner angezogen werden können. Und es ist ein besonderer Reiz, wie variantenreich diese Übergänge umgesetzt sind. So singen die Darsteller noch von der vorausgegangen Szene ein Gospel, während sie in die Biedermeierkleider schlüpfen oder vom Rivalen der folgenden Szene in die enge Jacke der 1940er Jahren gezwängt werden.
Eine wunderschöne, feinnervige Regiearbeit und großartig singende und spielende Darsteller machen ›Sommersalon‹ zu einer Aufführung, die so gut fürs Gemüt ist wie der Soul und die Musik von Bach, Mozart, Rossini oder Johannes Brahms..."

- Dr. Isabella Kreim, Kulturkanal – 13.10.2014

"...Charlotte Labenz hat attraktive zeitbezogene Kostüme gestaltet, die amüsanterweise auf offener Bühne gewechselt werden. Das brillante Vokalensemble wurde nach der Premiere mit riesigem Beifall gefeiert..."

- Friedrich Kraft, Augsburger Allgemeine/Neuburger Rundschau – 13.10.2014

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