Gier! - Avidità

Über dem gemeinsamen Titel "Gier!" wurden zwei Kurzopern an einem Abend gezeigt. 
Die Flut zeigt uns das Verhalten von vier Menschen aus unterschiedlichen Schichten, die dem Tode durch Ertrinken nahe sind. Da wird bestochen und gebetet, ja sogar gemordet. Am Ende siegt derjenige, der das meiste Geld hat. In Gianni Schicchi dürfen wir uns als Zuschauer über die raffgierige Verwandtschaft des verstorbenen Buosco amüsieren. Am Ende siegt jedoch hier die Gerissenheit von Schicchi und die Gierigen gehen leer aus.

Wie auch schon im Jahr davor war es eine große Freude die Kostüme selbst zu nähen, da es keine Schneiderei gab. Die Flut spielt inspiriert von den fünfziger Jahren mit zwei Farbtönen: die Ertrinkenden dabei in Beigetönen gehalten, ihre Schatten als ständige Begleiter in blau wie das Meer. 
In Gianni Schicchi vereinte ich die Zeit in der die Oper wirklich spielt - im dreizehnten Jahrhundert in Florenz - und die Moderne. Wurden Tuniken und Überkleider ausgezogen, standen die Sänger in heutiger Kleidung auf der Bühne mit der Botschaft: Gier durchwandelt alle Zeiten, sie ist dem Menschen eigen.

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