Das Tagebuch der Anne Frank

Ein jeder kennt die traurige Geschichte des jüdischen Mädchens Anne Frank, die mit ihrer Familie vor der Gestapo floh und deren Versteck verraten wurde. Ihr Vater, der einzige Überlebende, veröffentlichte das Tagebuch seiner Tochter welches er nach dem Krieg von einer holländischen Fluchthelferin erhält.

Der russische Komponist Grigori Frid hat in 21 kurzen lyrischen Szenen Auszüge aus Annes Tagebuch vertont. Ihre Beziehung zu den Eltern, ihren Lebenswillen, ihre Freude und Hoffnung, ihren Witz und ihre Neugierde. Aber auch düstere Themen wie die Panik im Versteck entdeckt zu werden, ihr Gespür für das drohende Unheil und die Enge in der sie leben muss. Dabei gibt das Libretto den genauen Wortlaut des Tagebuchs wieder.

1972 wurde diese Monooper im Haus der Komponisten in Moskau uraufgeführt.

Wir brachen das typische Bild, was wir bei Anne Frank Bild im Kopf haben - das schwarzhaarige Mädchen mit dem Kleid und der Strickjacke - indem wir Anne ganz in weiß kleideten und die Bühne auf eine große Leinwand und Tanzboden reduzierten. Farbspiele, Filme und Bilder verschmolzen mit den 21 kurzen Szenen und ließen so in Annes Kopf blicken.

Das erste Mal, dass ich eine Produktion mit so viel selbst erstellten grafischen Elementen ausstattete. Es war eine wahnsinnig intensive, tolle Zusammenarbeit.

Da wir besonders Jugendlichen die Geschichte nahe bringen wollten, gab es parallel zu den Proben einen Anne Frank Blog indem wir Gedanken und Ereignisse von den Proben festhielten.

Viel Spass beim Stöbern.

Pressestimmen

"...Das Bühnenbild von Charlotte Labenz kam sehr modern daher, ein Tablet führt sie dabei als Tagebuch mit sich...wie ihr Kleid und ihre weiße Bühnenbild - Umgebung so unschuldig und zerbrechlich wirkte denn auch der Auftritt der Sängerin, die eine saubere Performance bot...das Publikum honorierte die gelungene Aufführung mit langanhaltendem Applaus."

- Ingo Eckard, Vogtland Anzeiger, 01.11.2016

"Regisseur Sascha Mink baute im schlichten wie eleganten Bühnenbild von Charlotte Labenz Reflexionen von Zeitgeschichte und -kritik ein."

 - Lutz Kirchner, Freie Presse Kultur 11.11.2016

(Miriam Reinhold über die Aufführung:)"...Ich habe schon mehrere Filme über Anne Frank gesehen und habe befürchtet, dass die 60 Minuten, in denen die ganze Zeit nur eine Sängerin auf der Bühne singt, zu lang werden könnten. Doch jetzt bin ich tief ergriffen und völlig überwältigt." sagt die 16 jährige...

- Ludmilla Thiele, Freie Presse Zwickau 11.02.2017

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